Wednesday, Apr. 16, 2014

Hotel Desire: Neues Genre entwickelt?

Written By:

|

8. Dezember 2011

|

Posted In:

Hotel Desire: Neues Genre entwickelt?

Der lang erwartete Film “Hotel Desire” wollte den schmalen Grad zwischen Porno und Spielfilm gekonnt schließen und nach eigenen Aussagen sollte ein “porNEOgrafischer” Film entstehen. Wer den Film allerdings das erste Mal sieht, der wird sich zurecht fragen: Wo ist der Porno? Die Kamerafahrten sind zwar gekonnt erotisch inszeniert, aber dennoch fehlen die expliziten Geschlechtsorgane der Darsteller. Kurze Bildeindrücke von Saralisa Volms Vagina sind für den pornografischen Zuschauer etwas wenig. Der Regisseur Clemens Sergey Moya hat im Vorfeld zu viele Versprechen an den Film gemacht, die er im Nachhinein gar nicht hält. Das Projekt “salonfähiger Porno” ist definitiv gescheitert.

Die missglückte Story: Ein äußerst gestresstes Zimmermädchen wurde seit 7 Jahren nicht mehr befriedigt und zudem wird sie im Hotel von allen Seiten angeschrien und denunziert. Nach etlichen Filmminuten wird sie dann von einem blinden Hotelgast zwischen die Laken genommen und (mehr schlecht als recht) befriedigt. Die Sexszene, von der sich die Fans mit Sicherheit am meisten versprochen haben, wirkt aufgesetzt und teilweise sogar langweilig. Gerade auf den Aspekt der expliziten Sexszene, wollte Sergey Moya eigentlich am meisten Wert legen. Das ist ihm allerdings misslungen. Neben einer erotischen Lesben-Sex-Szene und der “krönenden” Bett-Szene kann der Film nur mit schmalzigen Dialogen dienen, die zudem von ständigen Violinen-Ständchen unterstreicht werden.

Finanzierung: Aber warum sollte man sich eigentlich über einen missglückten Halb-Pornofilm aufregen? Ganz einfach: Der Streifen wurde durch so genanntes Crowdfunding finanziert. Hinter diesem neudeutschen Begriff verbirgt sich nichts anderes, als die Finanzierung des Films durch die Öffentlichkeit. Wer etwas zu den Produktionskosten beisteuern wollte, der konnte eine Spende einreichen und wurde dafür auf verschiedene Art und Weise entlohnt.  Je nach Höhe des Spendenbetrags wurden die Finanzierenden mit Gutscheinen, signierten DVDs oder sogar einem Platz im Abspann belohnt. Letzteres fiel leider recht kurz aus. Aber konkret heißt das, dass die Unterstützer, die sich viel von dem Konzept versprachen und teilweise tief in die Tasche gegriffen haben, dass der Film gefloppt ist und diejenigen, die sich einen Teil der Einnahmen erhofft haben, müssen sich wohl mit sehr wenig zufrieden geben.

Nach der Premiere in Berlin letzte Woche kann Hotel Desire ab sofort im Internet angesehen werden, aber natürlich nicht kostenlos. Für den geringen Preis von 2,99 Euro kann der Film geliehen werden und für 10,99 Euro sogar gänzlich gekauft. Allerdings birgt die Ausstrahlung des Film im Internet auch die altbekannten Gefahren der Raubkopie, aber das muss dem Regisseur vorher klar gewesen sein. Ob der Film letztendlich floppt oder ob er eine größere Fangemeinde aufbaut bleibt abzuwarten.

Share This Article

Related News

Gina Lisa jetzt bei Penthouse

About Author

Maximilian

Posten sie ihre Meinung

Hinterlasse eine Antwort